B2B
24.03.2013

Cisco muss 70 Millionen US-Dollar Strafe zahlen

Der Netzwerkausstatter soll eine Vertraulichkeitserklärung verletzt und aus einer Partnerschaft Ideen für ein neues Produkt gestohlen haben. Ein US-Gericht verurteilte Cisco nun zur Zahlung von 70 Millionen US-Dollar Schadenersatz an das Unternehmen XpertUniverse.

Der Netzwerkausstatter Cisco wurde von einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware zur Zahlung von 70 Millionen US-Dollar Schadenersatz verurteilt. Cisco soll eine Vertraulichkeitserklärung (NDA) mit dem Unternehmen XpertUniverse verletzt haben, das vor allem Kommunikations-Lösungen für Unternehmen, beispielsweise in Callcentern, entwickelt.

Die beiden Unternehmen haben von 2004 bis 2007 zusammengearbeitet, ein Jahr nach dem Ende der Partnerschaft veröffentlichte Cisco die "Expert on Demand"-Lösung, die nach Meinung von XpertUniverse aus der gemeinsamen Zeit stammen soll.

Patentverletzungen als kleineres Übel
Zum Beweis wurden zwei Patente vorgelegt, die "ein System zur Verwaltung von Fragen und Antworten auf Basis von Themenlisten" sowie das "semantische und nicht-semantische Planen zur Bestimmung eines Experten" beschreiben. Dabei geht es vor allem um die ideale Vermittlung des passenden Experten in einem Callcenter. Die Verletzung der Patente dürfte Cisco jedoch nach dem Urteil nur rund 34.000 US-Dollar kosten. Ein Vertreter von Cisco äußerte sich "sehr enttäuscht" gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters über das Urteil.

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