B2B
19.08.2012

Cloud-Gaming-Dienst OnLive ist pleite

Der Pionier im Cloud Gaming steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Nach ersten Meldungen, die von einer Kündigung der gesamten Belegschaft und einem Aus der OnLive-Plattform sprachen, soll mittlerweile ein Unternehmen gefunden worden sei, das OnLive übernimmt bzw. das nötige Geld zuschießt.

Der Cloud-Gaming-Service (zum

) war unter großer medialer Aufmerksamkeit im Juni 2010 in den USA und im September 2011 in Großbritannien gestartet. Das Angebot von etwas mehr als 300 Spielen, die ohne Installation auf PCs, Macs, Tablets und andere Geräte gestreamt werden konnten, stieß offenbar jedoch auf weniger Interesse als erwartet. Nur bis zu1800 Spielersollen an guten Tagen auf den Dienst zugegriffen haben.

Onlive Home

Onlive Arena

OnLive auf Tablets und Smartphones

OnLive MicroConsole and Wireless Controller

Disput mit Microsoft
Seit Anfang des Jahres experimentierte OnLive auch mit virtualisierten Windows-7-Services, was dem Anbieter prompt Probleme mit Microsoft

. Mittlerweile wurde der Disput um fehlende Lizenzen offenbar beigelegt – der Service läuft nun unter Windows Server 2008.

Wie es mit dem eigentlich vielversprechenden Konzept weitergeht, ist ungewiss. Nachdem zunächst von einer Insolvenz die Rede war, sollen nun die Unternehmens-Assets zu Gunsten der Gläubiger an eine andere Firma abgetreten werden. Damit will das Unternehmen die Aufrechterhaltung seiner Services garantieren, sich gleichzeitig in puncto Kündigungen und Auflösung von überdimensionierten Server-Verträgen freispielen. Die Transaktion in ein neues Unternehmen soll schon beschlossene Sache sein. Wer hinter dem Deal steckt, bleibt bislang ein Mysterium.

Mehr zum Thema

  • Spielen in der Wolke: OnLive im Test
  • Office auf iPads: Microsoft streitet mit OnLive
  • OnLive streamt Games auf Tablets und Handys