Musik
10/27/2011

Coldplay verweigern sich Streaming-Diensten

Hauptgrund könnte zu geringe Einnahmen der neuen Portale sein

Wie das IT-Portal CNET berichtet, will die britische Band Colplay  - zuletzt live bei der Gedenkfeier von Steve Jobs - die Songs ihres neuen Albums "Mylo Xyloto" nicht bei Streaming-Diensten wie Spotify, Rdio oder Rhapsody anbieten. EMI, die Plattenfirma von Coldplay, soll die Entscheidung der Band akzeptiert haben, berichtet CNET. Allerdings soll man bei EMI auch sauer auf Colplay sein, da sich die Band so jenem Business-Modell verweigert, das Musik-Fans eigentlich wieder dazu bringen soll, für Musik zu zahlen statt sich diese kostenlos im Internet zu besorgen.

Zu wenig Einnahmen für Musiker
Ein Sprecher der Band sagte, dass Colplay nicht wolle, dass das Album in einzelne Songs aufgesplittet werde - "Mylo Xyloto" sei nur als ganzes Album konsumierbar. Insider wittern aber einen anderen Grund: Die Einnahmen aus Streaming-Diensten sind im Vergleich zu Album- oder MP3-Verkäufen sehr gering. Das hat bereits die Webseite InformationIsBeautiful.net in einer Infografik, die auf Marktdaten aus Großbritannien basiert, gezeigt.

Coldplay sind mit ihrer Eintscheidung nicht alleine: Auch Musiker Tom Waits hat die Streaming-Dienste Spotify, Rhapsody und MOG darüber informiert, sein neues Album "Bad As Me" nicht auf ihren Plattformen anbieten zu wollen.

Dienste noch jung
Eine Sprecherin von Rhapsody sagte gegenüber CNET, dass Streaming-Dienste noch sehr jung seien und Zeit brauchen würden, um ähnlich große Einnahmen wie etwa iTunes generieren zu können. Bei Streaming-Diensten bekommen Bands immer dann Geld, wenn ein Song abgespielt wird. Die Beträge sind allerdings im Cent-Bereich angesiedelt.

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