Kapital-Mangel

Conergy: Solarkonzern in Nöten

Bei dem seit Monaten ums Überleben kämpfenden deutschen Solarkonzern Conergy wird das Kapital knapp. Nach dem Verzicht auf bestehende Darlehensforderungen gegenüber Tochterfirmen und deren Neubewertung sei in der AG mit 190 Mio. Euro ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals angefallen, teilte der Hamburger Konzern am Freitag mit. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) sei davon nicht betroffen.

Nach der Verlustanzeige über die Hälfte des Grundkapitals muss Conergy nun zu einer außerordentlichen Hauptversammlung einladen. Der Konzern kündigte an, die Aktionärsversammlung werde am 25. Februar in Hamburg stattfinden. Der Vorstand wolle sich dann von den Anteilseignern eine Herabsetzung des Grundkapitals von nominal rund 400 Mio. Euro auf rund 50 Mio. genehmigen lassen. Des Weiteren soll über eine Kapitalerhöhung in Höhe von bis zu 188 Mio. Euro entscheiden werden.

Die nach monatelangen Verhandlungen im Dezember erzielte Einigung mit den Banken hatte den Angaben zufolge unter anderem eine Entschuldung einzelner Tochterfirmen vorgesehen, eine vereinfachte Kapitalherabsetzung im Verhältnis acht zu eins und eine anschließende Kapitalerhöhung.


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Conergy

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