B2B
06/07/2017

Das waren die Highlights von Teslas Shareholdertreffen

Tesla-Chef Elon Musk hat beim jährlichen Shareholdertreffen auch Fragen aus dem Publikum entgegengenommen. Die Antworten lassen auf seine Zukunftspläne schließen.

Am 6. Juni hat sich Tesla-Boss Elon Musk auf dem jährlichen Shareholdertreffen den Fragen seiner Geldgeber gestellt. Dabei ging es hauptsächlich um finanzielle und wirtschaftliche Aspekte der Tesla-Strategie. Zwischendurch hat Musk aber auch Fragen aus dem Publikum entgegengenommen, die sich eher mit seinen Visionen für die Zukunft beschäftigt haben. Die wichtigsten Punkte haben wir hier zusammengefasst:

Supercharger

Teslas Netzwerk von Superchargern - das sind Ladestationen, die einen Tesla in 30 Minuten fit für eine 170-Kilometer-Fahrt machen - soll in Zukunft stark ausgebaut werden. Allein im laufenden Jahr plant Tesla eine Verdoppelung der Standorte auf 10.000. 2018 soll die Zahl nochmals um 50 Prozent anwachsen. Im Fokus steht dabei vor allem die Verfügbarkeit in Städten. Zudem sollen die Stationen mit nicht näher spezifizierten Annehmlichkeiten ausgestattet werden.

Autopilot

Tesla hat eine neue Version seines Autopiloten fertiggestellt. Die als "Hardware 2" bezeichnete Neuauflage nutzt andere Sensoren und Algorithmen. Von den Softwareneuerungen werden auch die Besitzer älterer Fahrzeuge profitieren. Noch im Juni soll die neue Version ausgespielt werden. Musk hat seine Vision von einem Auto bekräftigt, das ohne Zutun des Fahrers von einem kalifornischen Parkplatz nach New York fahren kann, bekräftigt.

Model 3

Tesla will seine Gesamtproduktionskapazität bis 2018 auf 500.000 Autos steigern. Das erste "Model 3" soll kommenden Monat ausgeliefert werden. Es soll nur eine Variante des neuen "Model 3" geben, mit einem einzelnen E-Motor. Beim Model X und Model S gab es jeweils Versionen mit einem oder zwei Motoren.

Model Y

Das Model Y soll 2019 auf die Straße kommen. Bei einer Aktionärsversammlung (Webcast) veröffentlichte Tesla nun ein erstes Teaser-Bild des Wagens. Bei der Formgebung orientiert sich Tesla bei dem Model Y an seinem Model 3, darauf deutet zumindest das am Dienstag veröffentlichte computergenerierte Bild hin. Für den Wagen will Tesla aber eine eigene, neue Plattform kreiieren. Die soll keine 12-Volt-Batteriearchitektur mehr ausfweisen und Einsparungen bei der Produktion bringen.

Gigafactories

Tesla plant, in den kommenden Jahren drei neue Gigafabriken zu bauen, um Autos und Akkus herzustellen. Derzeit gibt es eine Gigafactory in Nevada, die im Jahr 2018 Akkus mit einer Gesamtkapazität von 35 Gigawattstunden herstellen soll. Insgesamt will Musk zehn bis zwanzig Gigafactories erzeugen.

Tesla Music

Musk hat erklärt, dass er unzufrieden mit der Qualität heutiger Musikalgorithmen und und Playlists ist. Er werde noch 2017 einen Service präsentieren, der sich dieses Problems annehmen soll.

Musks Zeit

Musk gibt an, 90 Prozent seiner Arbeitszeiteit zwischen Tesla und Space X aufzuteilen. Drei bis fünf Prozent investiert er in Neuralink, zwei Prozent in die Boring Company und zwei Prozent in Open AI.