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Panne
01/20/2012

Datenleck bei Fonds-Verwalter MPC Capital

Ein Excel-Dokument mit sensiblen Daten von 1625 Personen ist irrtümlicherweise bei einem Wiener Anleger gelandet. Das einem E-Mail seiner Fondsverwaltung – der MPC Capital – formlos angehängte Dokument enthielt neben Name, Adresse, Geburtsdatum und Steuernummer der Anleger auch die Höhe der jeweiligen Einlagen, die von 50 Euro bis hin zu Millionenbeträgen reichten.

Wie die "Wiener Zeitung" berichtet, hat die in Hamburg ansässige Mutterfirma von MPC Capital, TVP (Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds), den Vorfall bereits bestätigt. Sie sprach gegenüber der Zeitung von einem bedauerlichen Einzelfall und einem menschlichen Fehler. Ein technischer Fehler bzw. ein Virus sei auszuschließen, so der Konzern, der seinerseits von "höchsten Datenschutzvorkehrungen" im Unternehmen spricht.

Nicht nur Kunden zeigten sich laut dem Bericht über den Fehler entsetzt. Auch Datenschutzexperten kritisieren fehlende Schutzmaßnahmen, um derartige Fälle zu verhindern. "So etwas passiert ja ununterbrochen. Es zeigt einfach, wie mangelhaft das Bewusstsein über den Wert dieser Daten ist", kritisiert etwa Georg Markus Kainz von Quintessenz den fahrlässigen Umgang mit sensiblen Daten.

Beim betroffenen Fonds-Verwalter TVP bzw. dessen Tochterfirma MPC Capital will man angesichts des Vorfalls nun überprüfen, ob die Datenschutzvorkehrungen noch weiter verbessert werden können.