B2B
05.02.2015

"Deutliche Preissteigerungen" bei TV-Geräten erwartet

Durch geänderte Währungsparitäten seien Hersteller aus Asien wohl gezwungen die Abgabepreise zu erhöhen, schätzt Fachverbands-Obmann Wolfgang Krejcik.

Die Preise für Flachbild-Fernseher sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Im Schnitt kostete ein TV-Gerät 2014 um sieben Prozent weniger als noch 2013. Doch damit dürfte Schluss sein. In den nächsten Wochen sei mit "deutlichen Preissteigerungen" zu rechnen, da Hersteller aus Asien durch die geänderte Währungsparität Euro zu US-Dollar wohl gezwungen sein werden, ihre Abgabepreise zu erhöhen.

Das erwartet der Obmann des Elektrohandels, Wolfgang Krejcik. Die Nachfrage nach TV-Geräten sei weiter ungebrochen. Die Branche macht inzwischen rund 500 Millionen Euro Umsatz nur mit Flachbild-Fernsehern. Der gesamte Elektrohandelsumsatz belief sich im Vorjahr auf 4,6 Milliarde Euro, gegenüber 2013 entspricht das einer leichter Umsatzsteigerung. Die Ertragslage sei allerdings nicht befriedigend, räumte Krejcik am Donnerstag in einer Aussendung ein.

Auftragslage bei Elektronikprodukten

Mit DiTech ist im Vorjahr ein prominenter Marktteilnehmer in die Pleite geschlittert. Die Bereiche IT und Telekommunikation nehmen mit Umsätzen von je rund eine Milliarde Euro den größten Anteil des Kuchens ein. Der Handy-Absatz sei 2014 erneut gestiegen und liege mittlerweile bei mehr als drei Millionen Stück jährlich.

Ein beträchtlicher Anteil des Umsatzes (850 Millionen Euro) fällt auf große Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Kühlschränke. Mit kleinen Haushaltsgeräten macht die Branche etwa 430 Millionen Euro Umsatz. Hier seien insbesondere Kaffeemaschinen und Mundhygienegeräte gefragt, so der Fachbereichs-Obmann. Eine "bemerkenswerte Nachfrage" sei im vergangenen Jahr nach Staubsaugern verzeichnet worden: Davon wurden mehr als 600.000 Stück verkauft, was einen Umsatz von 100 Millionen Euro einbrachte.