USA
03/28/2012

Deutsche Ex-Minister prangern T-Mobile USA an

Mitarbeiter sollen sich in Gewerkschaften organisieren dürfen

In den Dauerstreit zwischen Gewerkschaftern und der Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile USA schaltet sich eine Reihe ehemaliger deutscher Bundesminister ein. In einer Anzeige, die Mittwoch in der „New York Times“ erscheint, fordern sie, dass die Angestellten von deutschen Unternehmen in den USA und insbesondere bei T-Mobile USA ohne Angst vor Schikanen durch die Geschäftsführung in Gewerkschaften eintreten dürfen sollten.

Die Mitarbeiter sollten „von ihrem Arbeitgeber nicht beeinflusst, unter Druck gesetzt oder eingeschüchtert“ werden, wenn sie sich in Gewerkschaften organisieren. Unterzeichnet ist der Aufruf, der Reuters vorliegt, unter anderem von der früheren Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD), Ex-Innenminister Gerhart Baum (FDP) und den einstigen Arbeitsministern Franz Müntefering (SPD) und Norbert Blüm (CDU).

Jahrelanger Streit mit Gewerkschaften
Die US-Gewerkschaft CWA und Verdi bezichtigen T-Mobile USA schon seit Jahren, Gewerkschaften im Unternehmen zu behindern und sogar Berater zu engagieren, die darauf spezialisiert seien, Arbeitnehmervertretern das Leben schwerzumachen. Von den rund 34.000 Mitarbeitern der Deutschen Telekom in den USA sind nach Gewerkschaftsangaben nur 15 Mitglieder in einer Gewerkschaft.

Beim Konkurrenten AT&T liege der Anteil wesentlich höher.
Die Deutsche Telekom widerspricht den Vorwürfen. Weder die Bildung noch die Aktivitäten von Gewerkschaften werden von der Telekom behindert, sagte ein Sprecher. „Wir bekennen uns zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen wir aktiv sind.“

Die Telekom hat nicht erst seit dem Scheitern des Verkaufs an AT&T massive Probleme in den USA und hat vergangene Woche einen Jobabbau angekündigt. Unter dem Strich fallen bei der Tochter wegen rückläufiger Kundenzahlen 1.900 Arbeitsplätze weg - das sind fünf Prozent der Belegschaft.

 

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