B2B
26.01.2016

Deutsche Zeitungen wollen ihr Digitalgeschäft ausbauen

Vor dem Hintergrund sinkender Auflagen und Werbeumsätze im klassischen Printgeschäft setzen die deutschen Zeitungsverleger verstärkt auf das Internet.

Die Pressehäuser wollen ihre digitalen Aktivitäten ausbauen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Branchenverbands BDZV hervorgeht. Für dieses Jahr rechnen die rund 70 befragten Verlage demnach mit einem Anstieg der elektronischen Auflage ("E-Paper") um knapp zwölf Prozent, während die - deutlich größere - Printauflage um fast drei Prozent sinken dürfte. Die digitale Werbung werde wohl um gut acht Prozent zulegen, Anzeigenumsätze im Printgeschäft hingegen würden um 1,6 Prozent zurückgehen. Laut Studie sind große Verlage hier optimistischer als kleine.

Rund 60 Prozent der Unternehmen planen Kooperationen mit verschiedenen Plattformen, um im Internet mit ihren Inhalten präsenter zu sein. Dies betrifft etwa den digitalen Artikelkiosk Blendle, wo Nutzer einzelne Artikel von verschiedenen Verlagen aussuchen und gegen Geld lesen können. Laut Umfrage wollen viele Verlage auch mit dem sozialen Online-Netzwerk Facebook zusammenarbeiten. Bei dem Projekt "Instant Articles" können Facebook-Nutzer extrem schnell Texte von Presseunternehmen sehen. "Für die Medienwirtschaft ist Facebook ein wichtiger Vertriebskanal geworden", sagte unterdessen der Chef des Axel-Springer-Konzerns, Mathias Döpfner, anlässlich einer für Ende Februar geplanten Preisverleihung an Facebook-Chef- und -Gründer Mark Zuckerberg.