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Übernahme
09/07/2014

Dish wirft Auge auf T-Mobile US

Die Deutsche Telekom kann womöglich mit einem Bieterrennen für ihre amerikanische Tochter T-Mobile US rechnen.

Nach dem französische Mobilfunkkonzern Iliad erwägt auch der US-Satellitennetz-Betreiber Dish Network einen Kauf von T-Mobile US. Dish-Aufsichtsratsvorsitzender Charlie Ergen habe bereits Kontakt mit der Telekom aufgenommen.

Er habe jedoch noch kein formales Angebot unterbreitet und auch noch keine beratenden Banken engagiert. Bei der Deutschen Telekom war am Wochenende zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Dish idealer Partner

Für die Telekom könnte Dish der ideale Partner sein, nachdem der US-Mobilfunker Sprint aus kartellrechtlichen Bedenken abgesprungen ist. Zuletzt hatte überraschend der französische Internet- und Mobilfunkanbieter Iliad ein Angebot vorgelegt, die der Telekom allerdings zu gering war. Die Franzosen suchen derzeit nach einem Partner, um das Gebot möglicherweise aufzustocken.

Bereits Anfang August hatte Ergen erklärt, sich mit T-Mobile US befassen zu wollen. Wenn Sprint aussteige oder die Regierung die Übernahme nicht erlaube, dann "wäre T-Mobile etwas, das uns interessieren könnte", hatte der Dish-Aufsichtsratsvorsitzende gesagt.

Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges bekäme damit wieder eine bessere Verhandlungsposition für die zum Verkauf stehende amerikanische Mobilfunktochter, nachdem der US-Rivale Sprint Insidern zufolge ein Offert von 40 Dollar j (30,9 Euro) je T-Mobile-US-Aktie wegen des Widerstands der US-Kartellbehörden zurückgezogen hatte.

Höttges hatte stets betont, T-Mobile US nicht um jeden Preis abgeben zu müssen. Angesichts des rasanten Wachstums des lange Zeit angeschlagenen US-Ablegers bestünden noch andere Optionen, darunter ein Alleingang. Wie Reuters von einem Insider erfahren hat, stellt sich der Bonner Konzern einen Kaufpreis von "deutlich mehr" als 35 Dollar je Anteilsschein vor.

Iliad-Offert

Die Telekom hatte daher auch Anfang August das Iliad-Offert von lediglich 33 Dollar je Aktie für einen Anteil von 56,6 Prozent an T-Mobile US als zu niedrig zurückgewiesen. Doch die Franzosen wollen sich nicht geschlagen geben.

Iliad-Finanzchef Thomas Reynaud hatte jüngst erklärt, Finanzinvestoren und Unternehmen seien an sie herangetreten, um die Möglichkeit eines gemeinsamen Angebots auszuloten. Es sei denkbar, mehr Anteile an T-Mobile US zu erwerben als bisher geplant und somit das 15 Mrd. Dollar schwere Angebot von Anfang August nachzubessern. Eine Erhöhung des vorgeschlagenen Kaufpreises von 33 Dollar je Aktie sei aber nicht vorgesehen. Der Pariser Mobilfunkkonzern hatte unter anderem damit geworben, dass die US-Kartellbehörden der Übernahme wohl zustimmen würden.

Die Telekom sucht schon seit einiger Zeit nach einer Lösung für das US-Mobilfunkgeschäft. Der deutsche Konzern hatte zum Höhepunkt der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends den US-Mobilfunker Voicestream übernommen. Unter anderem wegen der daraus entstandenen hohen Schulden wollte die Telekom die US-Tochter 2011 an AT&T verkaufen. Dies scheiterte jedoch am Widerstand der Wettbewerbshüter in den USA. In der Folge fusionierte die Deutsche Telekom die inzwischen in T-Mobile US umbenannte Tochter mit MetroPCS und brachte einen Teil des Geschäfts an die Börse.

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