Vorerst soll es je eine Filiale in Wien, Klagenfurt und Innsbruck geben

© gilbert novy

Insolvenz
05/12/2014

DiTech-Gläubigern droht Totalausfall

Der Insolvenzverwalter hat die Masseunzulänglichkeit am 5. Mai angemeldet, Kosten konnten nicht durch Abverkaufserlöse aufgefangen werden.

Den 522 Gläubigern des insolventen IT-Händlers DiTech droht ein kompletter Ausfall ihrer angemeldeten Forderungen in Höhe von 36,9 Mio. Euro. "Nach wie vor sind die Quotenaussichten der Gläubiger als desaströs zu qualifizieren", so der Kreditschutzverband KSV am Montagnachmittag in einer Aussendung.

"Der Masseverwalter hat angezeigt, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Masseforderungen zu erfüllen (Masseunzulänglichkeit)", heißt es in einer Bekanntmachung des Insolvenzverwalters in der Ediktedatei vom 5. Mai. Derzeit reicht damit das Massevermögen nicht aus, die bestehenden seit Verfahrenseröffnung aufgelaufenen Masseforderungen zu befriedigen.

Morgen, Dienstag, findet am Handelsgericht Wien die erste Prüfungstagsatzung statt. Forderungen in Höhe von 24,7 Mio. Euro sollen laut KSV vom Insolvenzverwalter anerkannt werden.

Hohe Kosten angefallen

Seit der Anfang April beschlossenen Schließung von DiTech wurde der größte Teil des Warenlagers verkauft und die 22 Filialstandorte - mit Ausnahme der Zentrale - geschlossen. Aufgrund der großen Zahl von Beschäftigten sowie der hohen monatlichen Belastungen aus Mietforderungen für die Filialstandorte seien beträchtliche Kosten im Verlauf der Liquidation des Unternehmens angefallen, schreiben die Kreditschützer in ihrer Mitteilung."Diese Kosten können aus heutiger Sicht nicht zur Gänze durch die erzielten Abverkaufserlöse aufgefangen werden."

Nach Ende des Abverkaufes will der Insolvenzverwalter prüfen, ob Anfechtungsansprüche oder Schadenersatzansprüche gegen Dritte bestehen. Wenn es dem Masseverwalter gelingen sollte, über diesen Weg weitere Mittel für die Masse zu lukrieren, wird es zu einer geringen Quotenzuteilung an die Gläubiger kommen können - im unteren einstelligen Prozentbereich, erwartet der KSV. "Im gegenteiligen Fall droht sämtlichen Gläubigern ein Totalausfall ihrer Forderungen."

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