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Mobilfunk
12/23/2012

Drei-Orange-Deal: T-Mobile legt Beschwerde ein

Nach monatelangen Verhandlungen schien die Übernahme von Orange durch Drei endlich fix, nun entpuppt sich T-Mobile als Spielverderber. Der Konzern zieht vor den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) und will laut dem "Standard" einen Aufschub der Transaktion erwirken.

Erst am Freitag hatte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) auf einen Einspruch gegen den Verkauf des Diskontanbieters „Yesss“ an die Telekom Austria („A1“) verzichtet (die futurezone

berichtete
). Damit schien der Weg zur Übernahme von „Yesss“-Eigentümer Orange durch den zum Hutchison-Konzern gehörenden Mitbewerber „Drei“ frei.

Formell gehe es T-Mobile darum, dass der Konzern bei dem Übernahmeverfahren vor dem staatlichen Telekom-Regulator TKK keine Parteienstellung erhalten und damit keine Einwände vorbringen habe können, berichtet der „Standard

T-Mobile befürchtet Nachteil
Hintergrund ist aber demnach auch die für 2013 geplante Versteigerung der Lizenzen für die neue Mobilfunktechnologie LTE. Hutchison und die Telekom Austria sollen durch die Übernahme der Bandbreiten von „Drei“ und „Yess“ über die Möglichkeit verfügen, die neue Mobilfunkgeneration innerhalb von rund einem halben Jahr anzubieten. Für T-Mobile könnte sich daraus ein Startnachteil von bis zu einem Jahr ergeben.

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