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B2B
01/03/2013

Drei schließt Übernahme von Orange offiziell ab

Nach monatelangen Verhandlungen und immer wieder auftauchenden Hindernissen ist der Kauf von Orange Austria durch Drei nun abgeschlossen. Auch die Diskontmarke Yesss! wurde von der Telekom Austria nun erfolgreich übernommen.

Am Donnerstag hat Hutchison 3G Austria laut einer Presseaussendung die Übernahme des österreichischen Mobilfunkers Orange offiziell vollzogen. Nach dem langwierigen Übernahmeverfahren sowie der Zustimmung aller involvierten österreichischen und europäischen Behörden sei der Abschluss nun am 3.Jänner erfolgt, wodurch Drei zum drittgrößten Mobilfunker hinter A1 und T-Mobile aufsteigt. Noch

legte T-Mobile offiziell Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ein, da durch die Übernahme der Wettbewerb in Österreich nachhaltig verzerrt werde. Die Beschwerde ist zwar noch anhängig, Branchenkenner rechnen gegenüber der futurezone aber nicht damit, dass diese den Deal noch gefährden kann.

LTE-Ausbau
„Wir sind glücklich, dass wir die Übernahme nach einem langwierigen regulatorischen Prozess endlich abschließen konnten", meint 3 CEO Jan Trionow in einer Presseaussendung. Man wolle nun die bürokratischen Hürden überwinden und möglichst rasch die Weichen für einen zügigen Ausbau von LTE stellen. Dazu steht zunächst die Neuvergabe der alten TV-Frequenzen, der sogenannten Digitalen Dividende, an, die den kosteneffizienten Ausbau des LTE-Netzes auch in ländlichen Gebieten ermöglichen soll.

Yesss-Verkauf zuvor abgeschlossen
Der erste Schritt zu einer Marktbereinigung im Mobilfunk wurde bereits etwas früher unter Dach und Fach gebracht. Marktführer A1 (Telekom Austria) vermeldete den Kauf der Orange-Diskonttochter Yesss!, die bis zuletzt eine zentrale Rolle in den Übernahmegesprächen spielte. „Nach Eintritt sämtlicher Bedingungen, insbesondere des Closings des Erwerbs von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria Holdings GmbH, fand heute das Closing der Transaktion und die Kaufpreiszahlung statt", so der teilstaatliche börsenotierte Konzern. Der Kaufpreis (inkl. Frequenzen und Basisstationen und der Marke „One") betrug 390 Mio. Euro.

Aus vier Netzbetreibern werden nun drei: Marktführer A1 im Besitz der Österreicher und des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim, T-Mobile Austria, eine Tochter der Deutschen Telekom, und „3", das dem chinesischen Mischkonzern Hutchison gehört.

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