Games
08/12/2012

EA sieht Zukunft in digitaler Distribution

Klassische Box beim Händler wird unwichtiger, Downloads am Vormarsch

Im Vorfeld der Spielemesse Gamescom in Köln hat COO Peter Moore gegenüber Reuters gesagt, dass der Verkauf von Spiele in Geschäften zunehmend in den Hintergrund rückt. Laut dem Manager wird der digitale Vertriebsweg bereits in zwei bis drei Jahren für den Großteil der Konzernumsätze sorgen. Dies rührt auch daher, dass der traditionelle Spielemarkt stagniert, während Online- und Mobile-Games rasant zulegen. In naher Zukunft wird der physische Datenträger eine zunehmend unwichtigere Rolle einnehmen, so der Manager.

Downloads holen rasant auf
Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Moore bei physischen Produkten Einnahmen von 2,6 Milliarden US-Dollar. Über digitale Vertriebswege soll der Umsatz 1,7 Milliarden US-Dollar erreichen. Laut Moore wird dieser Sektor weiter rasant zulegen, im ersten Quartal schaffte die Digital-Sparte einen Umsatzsprung von 55 Prozent. Große Erwartungen hat Moore auch von Windows 8 und dessen App-Store.

Aktuell überlegt der Konzern zudem weitere Studios von digitalen Spielen zu kaufen, um sich im digitalen Bereich noch stärker aufzustellen. Moore betont allerdings, dass sich der Konzern vom Händlergeschäft nicht zurückziehen wird. Physische Medien seien weiterhin wichtig

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