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Ausblick
10/16/2014

eBay: Jahresziele gesenkt, Anleger enttäuscht

PayPal ist das Zugpferd unter dem Konzerndach. Doch die Bezahltochter wird kommendes Jahr ausgegliedert. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr von eBay wurde nun gesenkt.

eBay hat seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Der Umsatz dürfte deutlich geringer ausfallen als zuletzt prognostiziert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Anleger reagierten empfindlich - die eBay-Aktie fiel nachbörslich zwischenzeitlich um fast fünf Prozent.

Im dritten Quartal konnte der Online-Handelskonzern seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um ein Prozent auf unter dem Strich 848 Millionen Dollar (663,5 Mio. Euro) steigern. Damit lag er aber sogar etwas über den Erwartungen an der Wall Street.

Beim Umsatz verbuchte eBay ein Plus von zwölf Prozent auf 4,35 Milliarden Dollar. Treibende Kraft war einmal mehr die Bezahlsparte PayPal mit einem Anstieg um 20 Prozent auf 1,95 Milliarden Dollar. „PayPal hatte ein weiteres starkes Quartal“, sagte eBay-Chef John Donahoe.

PayPal nicht weiter das Zugpferd

Doch auf PayPals Erfolge kann sich eBay nicht mehr lange verlassen. Der Konzern hatte jüngst bekanntgegeben, die Tochter im nächsten Jahr an die Börse zu bringen. Ohne seinen wichtigsten Umsatzbringer steht das Unternehmen vor einer ungewissen Zukunft.

Konzernchef Donahoe demonstrierte Zuversicht und betonte, dass beide Unternehmen im sich rasch wandelnden Markt für Internethandel und mobiles Bezahlen alleine am meisten profitieren würden. Vor Kurzem hatte das noch anders geklungen.

Als der einflussreiche Großinvestor Carl Icahn Anfang des Jahres eine Kampagne zur Abspaltung von PayPal startete, stemmte sich vor allem Donahoe vehement dagegen. Vor zwei Wochen gab eBay dann die Trennung bekannt. Icahn triumphierte und Donahoe wird seinen Chefposten bald abgeben müssen.

Bei Aktionären sorgte der Quartalsbericht für Enttäuschung. Vor allem, dass eBay seine Umsatzziele für 2014 auf 17,85 bis 17,95 Milliarden Dollar zusammenstrich, kam überhaupt nicht gut an. Vorher hatte der Konzern sich noch 18 bis 18,3 Milliarden Dollar vorgenommen.

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