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Österreich
06/12/2014

Elektro-Shop Köck stellte Antrag auf Sanierungsverfahren

Drei der sechs Filialen sollen im Zuge des Sanierungsverfahren geschlossen werden. Der Schuldenberg beläuft sich derzeit auf rund 4,6 Millionen Euro.

Die Elektro-Shop Köck GmbH hat heute beim Handelsgericht Wien einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung gestellt. Das teilten die Kreditschutzverbände KSV 1870, AKV und Creditreform der APA mit. Die Passiva betragen 4,6 Mio. Euro, die Vermögenswerte betragen 200.000 Euro. Es gibt 58 Mitarbeiter in sechs Filialen, vier davon in Wien, eine in Wiener Neustadt und eine in Oberwart.

Letzte Rettung

Laut KURIER sollen drei Filialen in Wien erhalten bleiben, der Rest wird geschlossen. Von der Schließung betroffen sind die Standorte in Wiener Neustadt, Oberwart und im 23. Wiener Gemeindebezirk. Das Senken der Personalkosten soll das Unternehmen retten. Vor allem ein missglückter Expansionsversuch nach Deutschland trieb Köck in die tiefroten Zahlen. 2013 musste das Unternehmen einen Jahresverlust von 2,85 Millionen Euro vermelden.

30 Prozent Quote

Wie das Handelsgericht entscheidet, ist vorerst noch offen. Es sind laut den Kreditschützern 110 Gläubiger betroffen. Alleine die Bankschulden belaufen sich auf 2,3 Mio. Euro, die an Lieferanten auf 1,8 Mio. Euro. Die Elektro-Shop Köck GmbH betreibt auch einen Onlinehandel. Den Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent binnen zwei Jahren angeboten.