B2B
11.02.2012

Erfolgsrezept Playstation soll Sony heilen

Designierter Chef Hirai: „Hardware kurbelt Software an und Software die Hardware“ - Einsparungen im TV-Geschäft

Mit einem Mix aus Strategiewechsel und hartem Sparkurs will der designierte Sony-Chef Kazuo Hirai den taumelnden Elektronikriesen wieder auf feste Beine stellen. Leitbild soll der Siegeszug von Sonys populärer Spielekonsole PlayStation sein, für den Hirai in früherer Position verantwortlich zeichnete. Der Manager, der Konzernchef Howard Stringer im April ablösen soll, kündigte am Freitag an, das Erfolgsrezept der PlayStation auf den gesamten Konzern zu übertragen.

So soll Sony künftig seine Elektronikprodukte stärker mit den eigenen Unterhaltungsangeboten verknüpfen, damit beide Bereiche gegenseitig ihre Verkäufe anheizen. „Hardware kurbelt Software an und Software die Hardware“, erläuterte Hirai. Anders als Konkurrenten wie Samsung und Apple verfügt das japanische Unternehmen im eigenen Haus über ein großes Reservoir an Medieninhalten wie Filmen, Musik und Spielesoftware. Zur PlayStation lockte Sony viele Kunden, indem der Konzern passende Computerspiele in Massen über Internet-Netzwerke verkaufen konnte.

Kürzungen bei TV-Geschäft
Zugleich plant Hirai heftige Einschnitte für sein Haus, um den einst ruhmreichen Konzern aus den tiefroten Zahlen zu führen. Es werde zu Kürzungen vor allem im TV-Geschäft, dem Auslandsvertrieb und der Zentrale kommen. Sony hat einen Jahresverlust von mehr als 2,9 Mrd. Dollar (2,2 Mrd. Euro) angekündigt, das vierte Minus in Folge. „Wir werden einige harte Entscheidungen treffen müssen, in welchen Bereichen wir Stellen abbauen und Fixkosten reduzieren“, sagte Hirai.

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