B2B
17.03.2015

Erneut Streiks bei Amazon-Standort in Deutschland

Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Online-Versandhändler geht weiter. Der Streik in Bad Hersfeld sei der erste einer Welle über Ostern.

Bei Amazon in Bad Hersfeld haben Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu den Streiks aufgerufen und setzt damit jetzt ihren Arbeitskampf mit dem Online-Versandhändler fort. Der Ausstand habe mit der Nachtschicht am Dienstag begonnen und ende am Mittwoch mit der Spätschicht.

Streikwelle über Ostern

Es ist der erste Streik in diesem Jahr am Standort im osthessischen Bad Hersfeld. In Leipzig war bereits Mitte Januar gestreikt worden. Auch am vergangenen Freitag legten Beschäftigte dort die Arbeit nieder. Es sollte der Beginn einer neuen Streikwelle über Ostern sein. Weitere deutsche Standorte seien am Dienstag und Mittwoch von den Streiks nicht betroffen, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Amazon sieht Streiks locker

Verdi will den deutschen Ableger des Branchen-Riesen aus den USA zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels zwingen. Amazon lehnt das strikt ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiert.

Das Unternehmen reagierte zuletzt immer wieder gelassen auf die Streiks. Die Kunden würden ihre Bestellungen pünktlich bekommen. Der Tarifkonflikt bei dem Versandhändler dauert seit dem Frühjahr 2013.