Ob er in punkto Innovationskraft aus dem Schatten von Steve Jobs treten kann, werden wohl erst die kommenden Jahre zeigen.

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Finanzen
02/23/2013

Etappensieg für rebellischen Apple-Investor

Apple steht jetzt stärker unter Druck, den Aktionären mehr von seinem 137 Milliarden Dollar schweren Geldberg abzugeben. Ein New Yorker Richter blockierte auf Antrag eines Aktionärs die geplante Satzungsänderung, die die Ausgabe von Vorzugsaktien erschwert hätte.

Der Apple-Investor David Einhorn, der auf den Milliarden-Geldberg des Konzerns schielt, hat einen ersten Etappensieg vor Gericht errungen. Der Konzern musste den Vorschlag für eine Satzungsänderung, mit der die Ausgabe von Vorzugsaktien erschwert werden sollte, zunächst zurückziehen. Ein New Yorker Richter hatte am Freitag auf Einhorns Antrag den Apple-Vorschlag mit einer einstweiligen Verfügung blockiert. Damit kann das Unternehmen über den Plan nicht wie geplant bei der Aktionärsversammlung am kommenden Mittwoch abstimmen lassen.

Zuviel Geld am Konto
Die Reserven des iPhone-Konzerns haben inzwischen 137 Milliarden Dollar (104 Mrd Euro) überschritten. Mit dem aktuellen Chef Tim Cook gibt es zwar erstmals seit rund 17 Jahren wieder einen Dividende und einen Aktienrückkauf im Gesamtvolumen von 45 Milliarden Dollar, einigen Investoren wie Einhorn ist das jedoch nicht genug.

Vorzugsaktien
Einhorn hatte neue Vorzugsaktien ins Gespräch gebracht, als Weg, den Anteilseignern mehr von Apples Geldberg abzugeben. Er verlangte, dass Apple Vorzugsaktien im Wert von 50 Milliarden Dollar ausgibt und diese dann auch noch jährlich mit einer Dividende von 4 Prozent ausstattet. Um die für seinen Plan wenig förderliche Satzungsänderung zu stoppen, reichte er die Klage in New York ein.

Vor Gericht
Der Richter sah gute Argumente für Einhorns Position, dass ihm die Satzungsänderung unwiederbringbaren Schaden zufügen würde und dass Apple in dem Vorschlag auf unfaire Weise mehrere Punkte gebündelt habe. Apple hatte den Vorschlag zu den Vorzugsaktien in einem Punkt mit einer neuen Regelung zur vereinfachten Wahl von Verwaltungsrats-Mitgliedern sowie Änderungen bei der Berechnung des Aktienwerts vereint. Nach Ansicht Einhorns verstößt diese Koppelung gegen Regeln der US-Börsenaufsicht SEC.

Apple dagegen
Der Konzern kontert, dass es bei der Neuordnung nur darum gehe, dem Verwaltungsrat das Recht zu nehmen, auf eigene Faust Vorzugsaktien zu verteilen. Mit Zustimmung der Aktionäre könnten sie weiter ausgegeben werden. Allerdings wäre das Verfahren damit komplizierter. Nach aktueller Satzung muss sich der Verwaltungsrat direkt mit den Forderungen Einhorns auseinandersetzen.

Einhorns Hedgefonds Greenlight Capital hält nach jüngsten Informationen rund 1,3 Millionen Apple-Aktien, die zum aktuellen Kurs knapp 600 Millionen Dollar wert sind. Damit kommt der Investor auf einen Anteil von nur 0,1 Prozent an dem Unternehmen. Apple zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung des Richters. Sie sei nicht im Interesse der Anteilseigner.

Tim Cook gibt sich unbeeindruckt
Apple-Chef Tim Cook hatte die Klage Einhorns gegen die geplante Satzungsänderung bereits scharf verurteilt. Es sei ein „dümmlicher Nebenkriegsschauplatz", der nur Zeit und Geld verschlinge. Die Apple-Führung hatte sich mit Einhorn getroffen, konnte ihn aber nicht überzeugen, die Klage zurückzunehmen. Zugleich gestand Cook selbst ein, dass Apple derzeit mehr Geld als nötig auf der hohen Kante habe. Man denke weiter darüber nach, wie die Aktionäre daran teilhaben könnten, versprach er vor einigen Wochen.

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