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Marktdominanz

EU-Kommission soll gegen Android ermitteln

Die EU-Kommission beschäftigt sich laut einem Bericht der New York Times mit einer neuen Beschwerde gegen den Suchmaschinene-Anbieter Google. Eine Gruppe von Mitbewerbern, die sich unter dem Namen Fairsearch zusammengeschlossen haben, darunter Nokia, Microsoft und Oracle, beklagen, dass Google bei seinem Betriebssystem Android seine Marktdominanz ausnutze. Demnach fordere Google von Smartphoneherstellern, die Android verwenden, in einer vertraglichen Vereinbarung, dass Google-Apps wie YouTube besonders prominent auf dem Desktop platziert werden.

Bereits Ermittlungen gegen Android
EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia betonte in einem Interview mit der New York Times, dass, unabhängig von der Beschwerde durch Fairsearch, bereits seit zwei Jahren im Rahmen der Wettbewerbs-Vorwürfe gegen Google Android untersucht werde. Nun, mit einer formellen Beschwerde, muss die EU-Kommission in nächster Zeit entscheiden, ob es ein weiteres Verfahren gegen Google anstrebt oder die Vorwürfe abweist.

Almunia möchte jedoch vorerst vor allem eine Lösung für die bisherigen Vorwürfe finden, die sich auf Google Suchmaschinenfunktionen beziehen. So wünsche er sich eine ausdrückliche Kennzeichnung, welche Ergebnisse von Google in den Suchen bevorzugt werden, um deren eigenen Dienste zu bewerben. Dieser Vorschlag wurde bereits im Mai 2012 öffentlich und werde derzeit mit Google verhandelt.

USA stellte Ermittlungen ein
In der Vergangenheit häuften sich die Vorwürfe von Mitbewerbern, dass Google seine marktbeherrschende Stellung ausnutze und seine Suchergebnisse zugunsten der eigenen Dienste manipuliere und sogar Konkurrenz-Dienste abwerte. Die US-Behörde FTC stellte im Januar nach mehr als 19 Monaten seine Ermittlungen ein. Die Behörde war zu der Entscheidung gekommen, dass Google keinerlei Kartellgesetzte verletzt habe.

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