B2B
27.03.2014

EU kommt chinesischen Netzwerkausrüstern entgegen

Das Dumpingpreis-Verfahren gegen Huawei und ZTE wird eingestellt. Dies soll Raum für Verhandlungen zwischen der EU und China zu unerlaubten Beihilfen schaffen.

Nach langem Streit will die EU-Kommission die Verfahren gegen chinesische Netzwerkausrüster bis zum Sommer beilegen. Die Untersuchung möglicher Dumpingpreise würden eingestellt, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Ein weiteres Verfahren wegen womöglich unerlaubter Beihilfen laufe zwar grundsätzlich noch, werde aber nicht aktiv weiter betrieben.

Das soll weitere Verhandlungen mit den chinesischen Behörden ermöglichen. EU-Handelskommissar Karel De Gucht sagte, er hoffe auf eine Einigung bis zum Sommer.

Vorrangige Ziele der EU-Ermittlungen waren Insidern zufolge der zweitgrößte Telekomausrüster Huawei und der chinesische Anbieter ZTE. Nach Reuters-Informationen hatte sich die EU darüber beklagt, dass preisgünstige Importe aus Asien den europäischen Herstellern Ericsson, Nokia Siemens Networks und Alcatel-Lucent zusetzten. Die Firmen selbst wollten aber nicht formal dagegen vorgehen, weil sie Gegenmaßnahmen in China fürchteten.