B2B
13.04.2015

EU will einheitliche Standards für Industrie 4.0

Damit Europa beim Ausbau der Industrie 4.0 nicht gegenüber den USA ins Hintertreffen gerät, will die EU sich für einheitliche Normen und Standards stark machen.

Nationale Regulierungen und Alleingänge führten oft noch zu kleinteiligen Märkten und Barrieren, sagte EU-Industriekommissarin ElzbietaBienkowska am Montag auf der Hannover Messe. „Dies muss sich ändern.“ Die EU wolle den Unternehmen helfen, die digitalisierte und vernetzte Produktion voranzutreiben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Auch wenn die deutsche Industrie gut aufgestellt sei, gebe es europaweit derzeit einen Modernisierungs- und Investitionsstau, beklagte Bienkowska. 41 Prozent der EU-Unternehmen nutzten noch keine der intelligenten Produktionsmethoden der Zukunft, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lägen um mehr als die Hälfte unter denen in den USA. Als Hemmnisse für den Einstieg in die Industrie 4.0 habe die EU Finanzierungsprobleme auch für Startups, fehlende Fachkräfte sowie durch unterschiedliche Standards segmentierte Märkte ausgemacht.