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Selbstfahrend

Ford-CEO warnt vor hastiger Markteinführung autonomer PKW

Ford ist, was die Entwicklung von selbstfahrenden Autos angeht, optimistisch, genau wie die meisten anderen großen Autobauer. Bis 2021 will der US-Konzern erste komplett autonome Autos im "kommerziellen Umfeld", das heißt für Fahrdienstvermittler, auf die Straße bringen. Dadurch, dass neben den großen Autokonzernen auch die Tech-Branche an der Entwicklung selbstfahrender Autos arbeitet, ist der Druck auf die einzelnen Entwickler als erste auf den Markt zu kommen hoch. Das birgt Risiken für alle Beteiligten.

Ford-CEO Mark Fields hat sich gegenüber Businessinsider dazu wie folgt geäußert: "Der Begriff 'autonomes Fahrzeug' wird in der Branche derzeit sehr freizügig durch die Gegend geworfen. Dabei gibt es eigentlich fünf Stufen der Autonomie. Ich habe Angst, dass jemand versuchen könnte, ein selbstfahrendes Auto auf den Markt zu bringen, bevor es ausgereift ist und dass dann etwas passieren könnte." Diese Angst habe sich auch auf die Entwicklung entsprechender Konzepte bei Ford ausgewirkt. Während viele andere Autobauer als Vorstufe zu völlig autonomen Autos (die Stufe 5 entsprechen) Modelle auf der Stufe 3 - etwa selbstfahrend unter Fahreraufsicht auf Autobahnen - einführen wollen, peilt Ford für sein erstes selbstfahrendes Auto Stufe 4 an.

Ein solcher PKW hat keine Pedale und kein Lenkrad und kann in einem vorgegebenen geografischen Gebiet selbständig maneuvrieren. "Einer der Gründe für diesen Ansatz ist, dass bei Level 3, also einem Tesla-artigen Autopiloten, das Problem auftaucht, die Übergabe der Kontrolle vom Auto an den Fahrer richtig zu timen. Unser Fokus auf Level 4 erlaubt es, Dinge wirklich durchzudenken und sicherzustellen, dass das Ergebnis sicher, effizient und akzeptabel für unsere Kunden ist", sagt Fields.

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