B2B
29.03.2014

General Motors muss weitere Million Autos zurückrufen

General Motors ruft weltweit knapp eine Million weitere Autos wegen Zündschlossproblemen zurück. Damit steigt die Gesamtzahl der Rückrufe auf rund 2,6 Mio. Fahrzeuge.

Nach den Modelljahren 2003 bis 2007 werden nun auch alle jüngeren Fahrzeuge der gleichen Typen in die Werkstätten gebeten. Bei den Autos von 2008 bis 2011 wurden zwar verbesserte Zündschlösser verbaut, doch fürchtet die Opel-Mutter, dass alte Teile bei Reparaturen verwendet worden sind.

Nicht nachvollziehbar

Es sei nicht möglich, den Verbleib aller Bauteile nachzuvollziehen, teilte das Unternehmen am späten Freitag (Ortszeit) in Detroit mit. Deshalb habe man sich zu einem Rückruf aller Wagen entschlossen. „In Sicherheitsfragen gehen wir kein Risiko ein“, sagte Konzernchefin Mary Barra. „Vorsichtshalber rufen wir deshalb auch die restlichen Modelljahre zurück.“

GM muss sich den Vorwurf anhören, das Problem ein Jahrzehnt lang ignoriert zu haben. Das Unternehmen selbst geht von zwölf Todesfällen bei Unfällen aus, Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen. Bei den vor allem in den USA verkauften Wagen kann es passieren, dass der Zündschlüssel von selbst in die Aus-Position zurückspringt. Das schaltet neben dem Motor auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags ab.