B2B
12.12.2013

Gericht in Seoul wies Klage von Samsung gegen Apple ab

Der südkoreanische Konzern musste eine Niederlage gegenüber Apple im Patentstreit um Kurznachrichtendienste hinnehmen.

Im Dauer-Patentstreit mit Apple hat Samsung in seiner Heimat Südkorea eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Das Bezirksgericht in Seoul wies am Donnerstag eine Schadenersatzklage des weltgrößten Smartphone-Herstellers gegen den US-Konkurrenten ab. Samsung warf Apple vor, gegen drei Patente für Kurznachrichtendienste verstoßen zu haben.

Samsung forderte knapp 68.000 Euro Schadenersatz (100 Millionen südkoreanische Won). Das ist im Vergleich nur ein winziger Bruchteil der 930 Millionen US-Dollar, die Apple in einem Gerichtsverfahren gegen Samsung im Vorjahr zugesprochen wurden.

Geringer Schadenersatz

Samsung habe außer Schadenersatz auch eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf von Apple-Produkten beantragt, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Seoul. "Wir sind wegen des Gerichtsurteils enttäuscht." Vor dem gleichen Gericht konnte Samsung bereits zweimal in Patentverfahren gegen Apple gewinnen.

So wurde Samsung Schadenersatz in der Höhe von 27.000 Euro (40 Millionen Won) sowie 17.000 Euro (25 Millionen Won) zugesprochen, da Apple gegen Patente für drahtlose Übertragungstechnologien sowie die "Bounce Back"-Funktion verletzt haben soll. Die beiden Konzerne tragen ihren Patentstreit in zahlreichen Ländern der Welt aus.