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18.10.2012

Gerüchte: Apple kauft Color und Particle

Glaubt man aktuellen Berichten von US-Blogs, ist der iPhone-Hersteller derzeit auf Shopping-Tour unterwegs. Neben der Anfang 2011 stark gehypten Foto-App Color soll Apple auch die Mitarbeiter der auf HTML5-Anwendungen spezialisierten Firma Particle aus San Francisco übernommen haben.

Mit vielen Milliarden Dollar in der Kriegskasse kann es sich Apple wohl leisten: Wie der US-Blog The Next Web berichtet, soll Apple bei dem App-Start-up Color zugeschlagen haben. Herrschte kürzlich noch Unklarheit über die Zukunft der vor etwa eineinhalb Jahren unter viel Aufsehen gestarteten Firma, dürften die Gründer jetzt wohl einen Exit geschafft haben. Apple soll einen zweistelligen Millionenbetrag springen lassen.

Color war 2011 groß in die Medien gekommen, weil es rund um Fotos ein "elastisches" mobiles Social Network aufbauen wollte (die futurezone berichtete). Die App versucht, Nutzer in der Nähe miteinander zu verknüpfen und zeigt ihnen etwa die Fotos von Personen im Umkreis. Außerdem kann die App Umgebungsgeräusche aufnehmen und darauf basierend ebenfalls feststellen, wer in wessen Nähe ist. Auch deswegen ist Color schnell in die Kritik der Datenschützer geraten, weil den Nutzern kaum Privatsphäre gegönnt wird.

Gründer Bill Nguyen hat jedenfalls Erfahrung mit Deals mit Apple: Er verkaufte 2009 den Musik-Dienst Lala an den iPhone-Hersteller. Color könnte Apple theoretisch dazu nutzen, ein mobiles Online-Netzwerk für seine Nutzer aufzubauen - derzeit ist man noch auf Partnerschaften mit Facebook und Twitter angewiesen, um "social" zu sein.

HTML5-Spezialisten
Zudem berichtet Cnet, dass Apple das Team von Particle übernommen hat. Die kleine Firma aus San Francisco ist auf Web-Projekte mit HTML5 spezialisiert und hat bereits große Kunden wie Google, Motorola, Yahoo, Sony, Amazon und Apple selbst gewinnen können. Particle hat außerdem den Kurzvideo-Dienst Robo.to entwickelt, der eine Zeit lang als eine Art Twitter für Sekunden-Clips gehandelt wurde. Einer der Investoren von Particle ist Justin Timberlake.

Das HTML5-Know-how könnte Apple einerseits für seine eigenen Webseiten brauchen, andererseits bei Dienste wie iCloud.com oder iAds umsetzen.

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