B2B
15.05.2013

Googles Spotify-Konkurrent vor Start

Google wird laut US-Medienberichten noch am Mittwoch bei seiner Entwicklerkonferenz I/O einen Musik-Streamingdienst starten. Lizenzverträge mit großen Musikkonzernen wurden bereits unterzeichnet.

Google habe vor kurzem Lizenzverträge mit den Musikkonzernen Universal Music Group und Sony Music Entertainment unterzeichnet und werde bereits am heutigen Mittwoch bei seiner Entwicklerkonferenz Google I/O seinen neuen Musik-Streamingdienst vorstellen, berichtet The Verge unter Berufung auf Quellen aus dem Unternehmen.

Teil von Google Play
Das Musikabo von Google, das gegen monatliche Gebühren Zugriff auf ein breites Repertoire von Musik bieten wird, soll sowohl mit Desktop-Computern als auch mit Smartphones genutzt werden können und Teil von Google Play werden. Getrennt davon sei auch ein Musikabo auf YouTube geplant, heißt es in dem Bericht. Der Internetkonzern bietet auf Google Play bereits Musik-Downloads und ein Musik-Speicherservice an.  Bereits Anfang März hatte Google Lizenzverträge mit Warner Music für Streaming-Dienste

.

Das Google Musikabo werde - ähnlich wie Konkurrenzangebote - zwischen fünf und zehn Dollar kosten. Durch Werbung finanziertes, für Nutzer kostenlose Musikhören, wie es bei einigen Konkurrenzangeboten möglich ist, soll es nicht geben, berichtet die "New York Times".

Schwierige Verhandlungen
Schwierige Verhandlungen mit den großen Musikkonzernen hätten den Start des Dienstes immer wieder verzögert, heißt es in dem "New York Times"-Bericht. Der US-Industrieverband Recording Industry Association of America (RIAA) hatte Google in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen zu wenig gegen die unautorisierte Nutzung seiner Inhalte zu unternehmen.

Google tritt mit dem kolportierten Musikabo-Dienst in Konkurrenz zu Anbietern wie Spotify, Rdio und Deezer. Auch Apple soll an einem ähnlichen Angebot arbeiten. Streaming-Dienste waren nach Angaben der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) im vergangenen Jahr für rund zehn Prozent der weltweiten Umsätze mit digitaler Musik verantwortlich.

Mehr zum Thema