Webvideo
07/29/2011

Googles VP8-Videocodec verletzt 12 Patente

Bei der MPEG LA haben sich 12 Firmen gemeldet, die angeblich ein "grundlegendes Patent" am Video-Codec VP8 von Google besitzen. Damit ist der Plan von Google, mit dem WebM Project und VP8 ein freies Video-Format zu etablieren, stark gefährdet.

Experten haben bereits von Anfang an daran gezweifelt, dass der Video-Codec VP8 wirklich patentfrei ist. Google wollte (und will) mit dem WebM Project, dessen Grundlage der VP8 bildet, ein freies Video-Format auf den Markt bringen, frei von Lizenz-Forderungen. Er sollte mit dem H.264-Format in Konkurrenz treten. Dieses ist zwar für Privatanwender kostenfrei nutzbar, ist aber prinzipiell lizenzpflichtig.

Doch nun wird voraussichtlich auch der VP8-Video-Codec auch mit Lizenz-Forderungen konfrontiert. MPEG LA hat im Februar Unternehmen dazu aufgerufen, Patente einzureichen, gegen die das WebM Project von Google verstoßen könnte. Knapp ein halbes Jahr nach der Einreichfrist steht fest: Zwölf Unternehmen haben "grundlegende Patente" in ihrem Patent-Portfolio gefunden.

MPEG LA will zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht darüber sprechen, wer hinter den Unternehmen steckt, eine entsprechende Anfrage von FOSS Patents verlief im Sand. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben gerade dabei, mit den Unternehmen ein Patent-Paket auszuarbeiten. MPEG LA teilte jedoch auch mit, Google nicht selbst verklagen zu wollen. Man verstehe sich nur als Patent-Sammelstelle.

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