B2B
04.12.2014

Großbritannien führt "Google Steuer" ein

Die britische Regierung will mit neuen Steuergesetzen für multinationale Konzerne wie Google und Amazon Milliardensummen in die Staatskasse holen.

Finanzminister George Osborne will in den kommenden fünf Jahren etwa 1,3 Milliarden Euro (eine Milliarde Pfund) durch eine neue Abgabe im Kampf gegen Steuervermeidung von Branchenriesen wie Google und Amazon eintreiben. Sie sollten künftig auf ihre in Großbritannien erzielten Gewinne eine Steuer von 25 Prozent zahlen, kündigte Osborne an.

„Gerechter Anteil“

„Wir werden dafür sorgen, dass die großen multinationalen Konzerne ihren gerechten Anteil zahlen“, sagte Osborne. Einige der größten Unternehmen der Welt nutzten ausgefeilte Systeme, um ihre Steuerschuld zu drücken.

US-Konzerne wie Google, Amazon und Starbucks zahlen in Großbritannien kaum Steuern, weil sie ihre Einnahmen in Niedrigsteuer-Länder verlagern. Einige Experten gehen jedoch davon aus, dass die Unternehmen auch Osbornes neue „Google-Steuer“ umgehen können.