IT-Business
12/21/2010

HP: US-Börsenaufsicht untersucht Hurd-Abgang

Ermittlungen, ob Ex-CEO Insiderinformationen weitergab.

Der spektakuläre Rausschmiss von Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd erregt weiter die Gemüter. Die US-Börsenaufsicht SEC sehe sich die Umstände genauer an, berichtete das "Wall Street Journal" in der Nacht zum Dienstag. Die Zeitung schrieb unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass die Ermittlungen vor allem um die Frage kreisten, ob Hurd Insiderinformationen ausgeplaudert habe. Es sei aber unklar, ob am Ende ein Verfahren eröffnet werde.

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Hurd hatte den weltgrößten Computerbauer HP im August Hals über Kopf verlassen müssen, nachdem die Liaison mit der externen Mitarbeiterin Jodie Fisher ans Licht gekommen war. Er soll der ehemaligen Schauspielerin auch vor der offiziellen Bekanntgabe verraten haben, dass HP die Übernahme des IT-Dienstleisters EDS plant. Der Kauf war rund 14 Milliarden Dollar schwer. "Mark hat in allen Belangen sauber gehandelt", sagte sein Sprecher der Zeitung.

Wie das "Wall Street Journal" weiter schreibt, geht die SEC überdies den von HP selbst erhobenen Vorwürfen des Spesenbetrugs auf den Grund und prüft obendrein, ob Hurd Material zu seinen Abgang vernichtet hat. Hurd soll Fisher mehrfach auf Firmenkosten zum Essen eingeladen haben. "Es ist klar, dass sich die SEC die Umstände von Marks Weggang anschaut", sagte sein Sprecher. Schließlich sei der Aktienkurs des Konzerns abgestürzt.

Rausschmiss sorgte für Aufregung

Hurd hatte HP mit Kosteneinsparungen zu Milliardengewinnen getrieben und den Konzern gleichzeitig durch Zukäufe kräftig ausgebaut. Sein Rausschmiss hatte die ganze Branche bewegt und sorgte für kräftige Verstimmungen zwischen HP und dem Software-Konzern Oracle, der von Hurds Freund Larry Ellison gelenkt wird. Ellison holte Hurd schließlich ins eigene Unternehmen. An der Spitze von HP steht nun der ehemalige SAP-Chef Léo Apotheker.

(apa/dpa)

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