B2B
18.05.2012

HP will 30.000 Stellen streichen

Rund 10 Prozent der Mitarbeiter könnten entlassen werden. Der Konzern kämpft mit der schwachen Nachfrage nach PCs und seinem Scheitern am Tablet-Markt.

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard erwägt laut US-Medienberichten den Abbau von bis zu 30 000 Arbeitsplätzen. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg sprach am Donnerstag von 25 000 Jobs, das Blog All Things Digital sogar von rund 5000 mehr. Ziel sei, Kosten zu sparen und das Geschäft an die schwächelnde PC-Nachfrage anzupassen. HP hat 320 000 Mitarbeiter.

Von den betroffenen Arbeitsplätzen sollen laut Bloomberg 10 000 bis 15 000 in der Sparte Unternehmensdienstleistungssparte für Unternehmen abgebaut werden. All Things Digital berichtete, die Zahlen sei noch nicht endgültig. HP-Chefin Meg Whitman wolle die Umbaupläne kommenden Mittwoch vorstellen. Die Stellenstreichungen sollen demnach über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, möglicherweise ein Jahr oder mehr. Einem Teil der Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das Unternehmen wollte sich auf Nachfrage von Bloomberg nicht zu den Berichten äußern.

Neue Strukturen
HP hatte vor kurzem angekündigt, im Zuge seiner Umstrukturierung die Drucker- und PC-Sparte zusammenzulegen. Dadurch sollen Kosten gesenkt und die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen werden.

Der Konzern kämpft darum, sein Kerngeschäft mit PCs in den schwarzen Zahlen zu halten. Die Konkurrenz durch Tablet-Computer und Smartphones nagt am Absatz. Ein eigener Ausflug ins Tablet-Geschäft mit dem TouchPad erwies sich als Mega-Flop. Im ersten Geschäftsquartal 2012 brach der Gewinn um fast 44 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar (1,183 Mrd. Euro) ein.

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