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Patentstreit
04/05/2012

HTC patentiert Face Unlock

Das Patent zum Entsperren des Smartphones per Gesichtserkennung wurde, obwohl die Funktion bereits in der neuesten Android-Version integriert ist, HTC zugesprochen. Die könnten nun theoretisch rechtliche Schritte gegen Google und seine Mitbewerber einleiten.

Dem taiwanischen Smartphonehersteller HTC wurde in den USA nun ein Patent bewilligt, das das "Entsperren von einem elektronischen Gerät mit der Hilfe von biometrischen Informationen" behandelt. Das entspricht im Prinzip der FaceUnlock-Funktion, die Google

integrierte und mittlerweile bereits von einigen Entwicklern auf iOS portiert wurde. Doch da ein Großteil der von HTC produzierten Smartphones auf Android basieren, erscheint es unwahrscheinlich, dass HTC gegenüber Google seine Patentansprüche geltend machen würde. Doch direkte Konkurrenten wie Samsung, die auf Ice Cream Sandwich setzen und somit die Funktion ausliefern, könnten ins Visier von HTC geraten.

Neue Ideen für aktuelles Konzept
Das Patent, das bereits im November 2008 eingereicht wurde, weist allerdings einen kleinen Unterschied zur derzeitigen Funktionsweise von FaceUnlock auf. Denn wenn das Gesicht nicht erkannt wird, muss auf aktuellen Geräten ein Passwort eingegeben werden, um Zugriff zum Smartphone zu bekommen. In HTCs Vorschlag wird bei der korrekten Eingabe des Passworts das Gesicht allerdings zu einer Liste von "erlaubten Benutzern" hinzugefügt - ein Feature, das in der derzeitigen Version von Googles FaceUnlock noch fehlt. Da das Patent nicht ausdrücklich von Gesichtsmerkmalen, sondern von biometrischen Informationen spricht, hat sich HTC damit auch das Patent auf das Entsperren per Fingerabdruck gesichert. Ein Konzept, das bislang nur im Motorola Atrix umgesetzt wurde.

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