B2B
23.10.2014

Huawei macht Apple und Samsung Konkurrenz

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei konnte den Absatz bei seinen teureren Premium-Modellen verdoppeln. Insgesamt verkaufte Huawei 16,8 Mio. Handys im dritten Quartal.

Der als Netzwerkausrüster großgewordene Weltmarktdritte am Handy-Markt konnte nach eigenen Angaben 26 Prozent mehr Handys verkaufen. Rund ein Viertel der 16,8 Millionen abgesetzten Geräte waren aus dem mittleren und höheren Preissegment. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorquartal und ein Anzeichen, dass Huawei nicht mehr nur im Billigsegment punktet, sondern zunehmend in direkte Konkurrenz zu Apple und Samsung tritt. Zum Vergleich: Apple verkaufte im besagten Quartal allerdings immer noch über 39 Millionen iPhones.

Akzeptanz wächst

War es Huawei lange schwer gefallen, mit seinen Oberklasse-Smartphones in Märkte wie die USA vorzudringen, scheint die Akzeptanz nun zu wachsen. „Wir haben nie unser Können, Produkte herzustellen, infrage gestellt, aber ab und zu haben wir uns Sorgen gemacht, ob wir uns emotional einen Platz in den Herzen der Verbraucher erobern können. Wir werden versuchen, das im kommenden Jahr zu schaffen“, sagte Marketing-Vorstand Shao Yang im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Im vierten Quartal erwarte er einen Sprung von 80 Prozent bei den Verkäufen.

Auch der chinesische Konkurrent ZTE legte im abgelaufenen Quartal stark zu. Der Gewinn stieg um 191 Prozent. Angetrieben wurde das Geschäft allerdings vor allem vom Ausbau des Mobilfunknetzes in China auf den neuen Hochgeschwindigkeitsstandard 4G. Unterm Strich verdiente ZTE rund 91 Mio. Euro und traf damit Analystenerwartungen.