B2B
10/09/2014

Icahn: "Apple an Börse völlig unterbewertet"

US-Investor Carl Icahn will die Barbestände von Apple anzapfen und fordert Firmenchef Tim Cook zu weiteren Aktienrückkäufen auf. Apple sei mindestens doppelt so viel wert.

Großaktionär Carl Icahn will an die Barbestände von Apple im Volumen von 133 Milliarden Dollar heran. In dem angekündigten offenen Brief an Firmenchef Tim Cook forderte er den iPhone- und iPad-Hersteller am Donnerstag zu weiteren Aktienrückkäufen auf. Icahn sagte, Apple-Aktien seien aus seiner Sicht „dramatisch unterbewertet“. Der Börsenkurs könne von den Rückkäufen profitieren und sich gegebenenfalls sogar auf 200 Dollar verdoppeln. An der Börse verteuerten sich die Anteilsscheine daraufhin um knapp ein Prozent auf 101,57 Dollar.

Konzern-Schreck

Der Milliardär Icahn legt sich immer wieder mit dem Management von Unternehmen an, etwa bei der Sanierung des PC-Herstellers Dell (wo er schließlich unterlag) oder zuletzt erfolgreich rund um die Abspaltung des Finanzdienstes PayPal vom Handelshaus eBay. Der Brief an Cook solle keine Kritik an dessen Arbeit sein, betonte Icahn, der sich bereits in der Vergangenheit lautstark und stets in der Öffentlichkeit für weitere Aktienrückkäufe eingesetzt hatte.

Der Technologiekonzern aus dem Silicon Valley wollte sich nicht konkret zu dem Schreiben äußern. Anregungen von Aktionären seien grundsätzlich immer willkommen, sagte eine Apple-Sprecherin. Das Unternehmen überprüfe jedes Jahr sein Aktienrückkaufvolumen.