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26.03.2013

ICANN startet Anlaufstelle für Unternehmen

Bei der Vergabe neuer Internet-Adressen will die zuständige Organisation Unternehmen helfen, ihre Markennamen gegen Missbrauch zu verteidigen. Dafür hat die Internet Corporation of Assigned Names and Numbers (ICANN) eine Klärungsstelle eingerichtet, die am Dienstag den Betrieb aufgenommen hat.

Unternehmen, die sich beim Trademark Clearinghouse anmelden, werden bei der Vergabe neuer Internetadressen bevorzugt behandelt. Sie können sich vorab Adressen mit den neuen Endungen sichern. Will später jemand anderes einen ihrer Markennamen für sich registrieren, werden sie benachrichtigt.

Die ICANN plant ab diesem Jahr, neue Internetadressen einzuführen. Die bestehenden Endungen wie .com, .de oder .net sollen um dutzende neuer Top-Level-Domains (TLDs) wie .auto, .bayern, .bank, .news oder .versicherung erweitert werden.

Bislang knapp 2000 Bewerbungen
Ein Geldhaus könnte künftig beispielsweise eine Webseite mit der Adress-Endung .bank beantragen. Auch Adress-Endungen wie .love oder Endungen auf Unternehmensnamen sind im Gespräch. Welche neuen Änderungen es genau geben soll, steht noch nicht fest. Bisher gingen bei der ICANN knapp 2000 Bewerbungen ein.

Domain-Vermarkter rechnen mit guten Geschäften, doch Unternehmen befürchteten einen enormen Aufwand, um ihre Markenrechte zu schützen, berichtet das "Handelsblatt". Dafür soll die Klärungsstelle, die von Deloitte und IBM betrieben wird, einen Anlaufpunkt bieten. Pro Marke koste das bis zu 150 Euro.

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