B2B
07.06.2011

Infineon rechnet mit hohen Wachstumsraten

Jährliches Umsatzplus von zehn Prozent angestrebt

Der Chiphersteller Infineon rechnet dank einer anhaltend hohen Nachfrage von Autoherstellern und Industriekunden in den kommenden Jahren mit konstant hohen Wachstumsraten. Der Konzern gehe langfristig von einem jährlichen Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent aus, sagte Firmenchef Peter Bauer am Dienstag bei einer Konferenz mit Analysten am Infineon-Hauptsitz in Neubiberg bei München. In einem normalen konjunkturellen Umfeld werde der Konzern dabei weiter eine operative Marge auf dem Rekordniveau von rund 20 Prozent erzielen. Über einen gesamten Wirtschaftszyklus hinweg geht Infineon von einer durchschnittlichen Marge von rund 15 Prozent aus.

In den vergangenen Jahren schwankten die Ergebnisse von Infineon stark - vor allem wegen des schnellen Auf und Ab im Mobilfunkgeschäft. Im vergangenen Sommer verkaufte Infineon diese Sparte jedoch für 1,1 Mrd. Euro an den US-Chipriesen Intel und konzentriert sich seitdem auf sein einträgliches Geschäft mit der Autobranche und der Industrie. In diesem Geschäft sind lange Verträge üblich, was die Ergebnisse weniger schwankungsanfällig macht. Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr bekräftigte Bauer die bereits zweimal angehobene Prognose. Der Umsatz soll demnach um 20 Prozent steigen und die operative Marge bei rund 20 Prozent liegen.