B2B
08.11.2017

Inmitten der Produktionsprobleme: Teslas Akku-Chef hört auf

Mit Jon Wagner verlässt der Chefentwickler für Akkus das Unternehmen. In Teslas Gigafactory Akkufabrik sollen Probleme die Produktion des Model 3 verzögern.

Der Manager-Schwund bei Tesla geht weiter. Erst verließ der Finanz-Chef Jason Wheeler das Unternehmen. Im August ging mit Kurt Kelty der Chef der Akku-Abteilung, der seit 2006 bei Tesla war. Mit Jon Wagner verlässt nun auch sein Nachfolger das Unternehmen.

Der Zeitpunkt scheint ungünstig. Tesla hat mit Verzögerungen bei der Herstellung des Model 3 zu kämpfen, die laut dem Unternehmen mit Problemen in der Gigafactory zusammenhängen. Dort werden die Akkus für die Elektroautos hergestellt. Durch die Probleme soll Tesla mit seinem Produktionszeitplan für das Model 3 drei Monate in Verzug sein.

Köpfe rollen

Der Grund für den Abgang von Wagner ist derzeit noch nicht bekannt. Allerdings hat Musk den Ruf relativ schnell Köpfe rollen zu lassen, wenn es Schwierigkeiten in seinen Unternehmen gibt. Da sowohl Wagner als auch Kelty für die Akku-Technologie bei Tesla verantwortlich waren, ist es durchaus möglich, dass Musk sie für die Probleme in der Gigafactory verantwortlich gemacht hat.

Wagner wird laut eigenen Angaben ein Batterie-Start-up in Redwood, Kalifornien gründen und sucht dafür nach Mitarbeitern. Dies könnte noch rechtliche Konsequenzen für ihn haben. So klagte Tesla seinen ehemaligen Autopilot-Chefentwickler, der Tesla verließ und das Roboterwagen-Start-up Aurora gründete. Ihm wurde Spionage und Datendiebstahl vorgeworfen.