B2B
19.11.2014

Insolventer TV-Hersteller Metz wird saniert

Nach Loewe ist der nächste deutsche TV-Hersteller insolvent. Der Geschäftsbetrieb bei Metz soll vorerst normal fortgeführt werden, nun werde nach Lösungen gesucht.

Metz, der deutsche Hersteller von TV-Geräten und Fotografie-Zubehör, ist insolvent. Das gab das Unternehmen in einer Presseaussendung am Mittwoch bekannt. Demnach bekam man bereits einen Insolvenzverwalter zugewiesen, der eine Sanierung einleiten soll. Der Geschäftsbetrieb laufe vorerst für alle 540 Mitarbeiter normal weiter, die Löhne und Gehälter seien bis zumindest Ende Jänner 2015 gesichert. Man wolle auch sicherstellen, dass die Mitarbeiter während des Insolvenzverfahrens weiterhin wie gewohnt ihre Gehälter bekommen.

Harte Konkurrenz

„Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, so Insolvenzverwalter Joachim Exner. Neben einem Insolvenzplan werde auch der Einstieg eines Investors in Betracht gezogen. Der Hersteller war aufgrund des harten Wettbewerbs mit der Konkurrenz aus Asien seit längerer Zeit in der Krise, in den letzten Jahren gab es zweistellige Umsatzrückgänge. Offizielle Umsatzzahlen wurden seit 2011 nicht mehr bekannt gegeben, damals wurden noch 109 Millionen Euro erlöst. Auch Loewe musste 2013 Insolvenz anmelden, mittlerweile wurde das Unternehmen von einer Investorengruppe übernommen.