B2B
27.06.2016

Intel könnte Sicherheitssparte verkaufen

Schwache PC-Verkäufe bringen Intel dazu, den Verkauf seiner IT-Sicherheitssparte zu erwägen. Diese wurde mit der Übernahme von McAfee 2010 gegründet.

Der US-Chip-Riese Intel, der mit den Folgen der PC-Flaute kämpft, stellt laut Financial Times seine IT-Sicherheitssparte auf den Prüfstand. Eine Option sei der Verkauf hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Intel Security entstand aus der Übernahme des Branchenpioniers McAfee für 7,7 Mrd. Dollar (7 Mrd. Euro) im Jahr 2010. Der Name McAfee blieb nur noch bei einigen Produkten erhalten.

Das Geschäft mit IT-Sicherheit lockt angesichts der wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe immer mehr Geld an. Etablierten Anbietern von Antiviren-Software wie Symantec machen dabei neue Rivalen wie FireEye oder Palo Alto Networks Konkurrenz. Auch Finanzinvestoren haben die Branche für sich entdeckt. Zuletzt verkaufte vor zwei Wochen Bain Capital die erst im vergangenen Jahr übernommene Firma Blue Coat mit Profit für 4,65 Mrd. Dollar an Symantec.

Intel macht zu schaffen, dass der PC-Markt zuletzt Jahr für Jahr um rund zehn Prozent schrumpfte. Prozessoren für Personal Computer machen immer noch mehr als die Hälfte des Geschäfts beim Chip-Marktführer aus. Intel will stärker auf Chips für Rechenzentren und das Internet der Dinge setzen und kündigte unter anderem den Abbau von 12.000 Jobs an. Die Informationen der Financial Times wollte Intel nicht kommentieren, hieß es.