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14.05.2012

Investitionen: Xing büßt Gewinn ein

Der Quartalsgewinn schrumpft um ein Viertel.

Beim Online-Karrierenetzwerk Xing haben im ersten Quartal Investitionen zum Geschäftsausbau auf den Gewinn gedrückt. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn von Jänner bis Ende März um mehr als ein Viertel auf 1,97 Mio. Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Den Umsatz steigerte das Unternehmen dank besserer Geschäfte in allen Geschäftsfeldern um 14,8 Prozent auf 17,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte nicht mit dem Wachstum mithalten und ging um 14,6 Prozent auf 4,8 Mio. Euro zurück. Experten hatten mit einem höheren operativen Gewinn gerechnet. Die Aktie gab in den ersten Handelsminuten deutlich nach.

Trotz Verlusten weiter investieren
Ausgaben für Marketing und Personal belasteten mit einem Anstieg von 38,8 Prozent den Gewinn. Die vom Management ausgerufene Investitionsphase solle auch im zweiten Quartal weitergehen, hieß es. Zum Umsatzplus trug am stärksten der gestiegene Erlös aus dem sogenannten E-Recruiting bei, das um 28 Prozent auf knapp 3,5 Mio. Euro wuchs. Hier verkauft das Unternehmen Stellenanzeigen und spezielle Mitgliedschaften für die Personalsuche. Die Geschäfte mit Veranstaltungen und Werbung legten überdurchschnittlich zu, sind aber nach wie vor klein.

Abos weiterhin wichtig
Wichtigste Einnahmequelle bleibt die zahlende Abo-Kundschaft. Zwar stieg die Mitgliederzahl um 11,9 Prozent auf 12,1 Millionen, davon 5,5 Millionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei den bezahlten Abonnements waren es mit 793.000 Kunden weltweit aber lediglich 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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