Der Panasonic-Bereich auf der CES 2013
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Prognose

Konzernumbau soll Panasonic retten

Der operative Gewinn werde sich im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März 2014 um 55 Prozent auf 250 Milliarden Yen (knapp 1,9  Milliarden Euro) erhöhen, stellte der Konzern am Freitag in Aussicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Sony -Rivale einen Betriebsgewinn von 160,9 Milliarden Yen (rund 1,2 Milliarden Euro). Milliardenschwere Abschreibungen im Mobilfunk- und Energiegeschäft im Zuge des umfassenden Konzernumbaus brockten den Japanern allerdings einen Nettoverlust von umgerechnet 5,7 Milliarden Euro (754,3 Milliarden Yen) ein - der zweithöchste in der Unternehmensgeschichte.

Maschinen und Elektronikausrüstung
Panasonic-Chef Kazuhiko Tsuga hatte dem strauchelnden Konzern eine Abkehr von der Unterhaltungselektronik verordnet. Tsuga setzt stattdessen vor allem auf den Verkauf von Maschinen sowie von Bauteilen und Elektronikausrüstung an andere Unternehmen. In den Umbau investiert Panasonic in den kommenden Jahren rund zwei Milliarden Euro. Um gleichzeitig sein Kapitalpolster zu stärken, trennt sich das Unternehmen von seinem Tafelsilber: So verkauften die Japaner ein Bürogebäude in Tokio und stießen Aktienbeteiligungen an Unternehmen wie Toyota im Wert von einer Milliarde Dollar ab.

Der Konkurrent Sony rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren Einbrüchen bei der Unterhaltungselektronik. Der Verkauf von Digitalkameras werde um 20 Prozent auf 13,5 Millionen Stück zurückgehen, hatte der Konzern am Donnerstag mitgeteilt. Von den tragbaren Spielekonsolen PSP und PS Vita würden voraussichtlich fünf Millionen und damit 30 Prozent weniger abgesetzt.

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