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Quartalszahlen

Konzernumbau zahlt sich für HP bisher nicht aus

Hewlett-Packard (HP) wird seine Probleme trotz des groß angelegten Konzernumbaus nicht los. Ein erneut enttäuschender PC-Absatz sowie eine schwächere Nachfrage von Firmenkunden nach seinen Dienstleistungen setzten dem weltweit zweitgrößten PC-Hersteller nach Lenovo zu.

Im dritten Geschäftsquartal zu Ende Juli fiel der Umsatz um rund 8 Prozent auf knapp 25,4 Mrd. Dollar (22,7 Mrd. Euro), gab der US-Konzern am Donnerstagabend bekannt. Damit gingen die Erlöse nun in 15 von 16 Quartalen zurück. HP antwortet mit einer Aufspaltung und massiven Stellenstreichungen auf den Wandel in der Branche. Das 76 Jahre alte Unternehmen unter der Führung von Meg Whitman hat erst spät darauf reagiert, dass Kunden verstärkt Smartphones und Tablets statt herkömmlichen Computern kaufen und immer mehr Geschäfte gleich online erledigen.

50.000 Stellen werden gestrichen

Der mit Druckern großgewordene Konzern aus dem kalifornischen Palo Alto wird im Jahresverlauf sein Computer- und Drucker-Geschäft in einer neuen Gesellschaft bündeln und in einer weiteren Firma die schneller wachsenden Sparten mit Computerservern und Datenspeichern für Firmen sowie sonstigen Dienstleistungen zusammenfassen. Beide Bereiche sollen an die Börse - damit nähert sich dann auch die von Whitman geplante Restrukturierung ihrem Ende.

Teil ihres Vorhabens ist die Streichung von rund 50.000 Stellen. Bis Ende Oktober werde die Zahl der Jobkürzungen um bis zu fünf Prozent anziehen, kündigte Finanzchefin Cathie Lesjak an. Auf den Gewinn schlugen sich die Einsparungen bisher nicht aus: Der Überschuss schrumpfte um 13 Prozent auf 854 Mio. Dollar.

An der Wall Street kamen die HP-Zahlen nicht gut an. Die Aktie fiel nachbörslich um vier Prozent.

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