B2B
07.06.2011

Kosovo: Telekom Austria bietet für PTK

Verkaufspreis liegt zwischen 300 und 600 Millionen Euro

Die Telekom Austria und die zur Deutschen Telekom gehörende T-Hrvatski Telekom haben die Vorausscheidung im Privatisierungsverfahren des kosovarischen Post- und Telekommunikationsunternehmens (PTK) gewonnen, berichten „WirtschaftsBlatt“ und „Die Presse“ in ihren Dienstag-Ausgaben. Die Privatisierung der zu 100 Prozent im Staatsbesitz befindlichen PTK steht seit Jahren auf der Agenda des Kosovo. Mehrfache Regierungswechsel hatten das Projekt immer wieder verzögert. Der Verkaufsprozess für 75 Prozent soll noch heuer abgeschlossen werden, um damit 300 bis 600 Mio. Euro in das Budget zu spülen, heißt es. Dem Vernehmen nach will Telekom Austria allerdings nur 300 bis 350 Mio. Euro zahlen, so die „Presse“.

Beobachter sehen der Zeitung zufolge hier Parallelen zum Verkauf der serbischen Telekom. Für das Unternehmen hatte die Regierung in Belgrad 1,4 Mrd. Euro verlangt. Weil die Österreicher aber weniger boten, wurde das Verfahren abgebrochen. Die Telekom Austria hatte sich bereits 2007 um die zweite Mobilfunklizenz im Kosovo beworben, ging damals aber leer aus. Am Vorqualifikationsprozess im Kosovo hatten laut Regierungsangaben noch folgende Unternehmen teilgenommen: die albanische Albtelekom, die ägyptische Orascom Telecom Holding und die SabaFon aus dem Jemen. Zeitplan für das endgültige Bieterverfahren gibt es noch nicht, aber „wir werden uns dort bewerben“, bestätigte Telekom-Austria-Sprecherin Elisabeth Mattes dem „WirtschaftsBlatt“.