B2B
10.01.2016

Lenovo-Chef kritisiert kostenloses Windows-10-Upgrade

Windows 10 hätte besser mit darauf abgestimmten, neuen Geräten verkauft werden sollen, meint Yang Yuanqing, Chef von Lenovo. Er kritisiert Microsoft für das Gratis-Upgrade.

Der Chef des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo, Yang Yuanqing, hat in ungewöhnlich scharfen Worten Microsoft für das kostenlose Upgrade auf das neue Betriebssystem Windows 10 kritisiert. "Das hätte Microsoft besser nicht machen sollen. Das hat nicht nur den Kunden Enttäuschungen bereitet, sondern auch der gesamten Branche nicht geholfen", sagte Yang Yuanqing auf der Technik-Messe CES in Las Vegas.

"Das neue System hätte vor allem mit neuen Geräten eingeführt werden sollen, die optimal auf das neue Windows abgestimmt sind", sagte der Manager. Kunden hätten sich bei Lenovo wegen Problemen auf älteren Computern beschwert.

Kein Wachstum am PC-Markt

Microsoft hatte Windows 10 im Sommer auf den Markt gebracht. Nutzer der Vorgänger-Versionen Windows 7 und 8 (die Zahl 9 hatte Microsoft übersprungen) können ein Jahr lang kostenlos upgraden. Mit diesem Modell hat Windows 10 inzwischen mehr als 200 Millionen Nutzer. Aber im Gegensatz zum Start vorheriger Windows-Ausgaben bekam der seit Jahren schwache PC-Markt diesmal so gut wie keine Impulse. Windows 10 sei zwar ein wirklich gutes System, aber es konnte kein Wachstum im PC-Markt auslösen, sagte Yang Yuanqing.

Nach Berechnungen des IT-Marktforschers IDC wurden im dritten Quartal 2015 trotz des Starts von Windows 10 im Jahresvergleich 10,8 Prozent weniger Personal Computer verkauft. Lenovo schlug sich besser als der Durchschnitt. Die Verkäufe sanken um fünf Prozent auf knapp 15 Millionen Geräte - der Marktanteil legte von 19,7 auf 21 Prozent zu.