B2B 20.07.2016

Microsoft schneidet dank Cloud besser ab als erwartet

© Bild: REUTERS/ROBERT GALBRAITH

Microsoft-Chef Satya Nadella richtet den Windows-Riesen auf das Geschäft mit Diensten aus dem Netz aus. Das sorgt für Wachstum. Der Nokia-Deal hinterlässt aber seine Spuren.

Microsoft hat dank dem Fokus auf das Cloud-Geschäft im vergangenen Quartal die Erwartungen der Anleger übertroffen. Der Konzern erzielte einen Gewinn von gut 3,1 Milliarden Dollar nach roten Zahlen von rund 3,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank zugleich vor allem wegen des weitgehenden Ausstiegs aus dem Smartphone-Geschäft um sieben Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar, wie der Windows-Riese nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte.

Starkes Cloud-Geschäft

Anleger honorierten die Zahlen in einer ersten Reaktion mit einem nachbörslichen Plus von rund 3,5 Prozent. Der Umsatz im Cloud-Geschäft mit Diensten aus dem Netz rückte von 6,4 auf 6,7 Milliarden Dollar vor. Das Geschäft mit der Cloud-Plattform Azure habe sich dabei verdoppelt, hieß es zunächst ohne einen konkreten Wert.

Konzernchef Satya Nadella setzt massiv auf das Cloud-Geschäft, um die Zukunft von Microsoft in einer Welt zu sichern, in der Windows-PCs lange nicht mehr die dominierende Computer-Technik sind. In der Sparte mit den Office-Büroprogrammen gab es ein Plus von rund 6,7 auf 7 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit den netzbasierten Office-360-Abos stieg dabei allein im Geschäft mit Unternehmen um 54 Prozent.

Schwache Smartphones und PCs

In dem dem Bereich mit dem schrumpfenden PC-Geschäft sanken die Erlöse hingegen von 9,2 auf 8,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit der Familie der „Surface“-Tablets legte um neun Prozent zu. In dem weitgehend aufgegebenen Smartphone-Geschäft gab es hingegen einen Einbruch von 71 Prozent. Microsoft hatte die Handy-Sparte von Nokia übernommen - die Erwartungen auf eine größere Rolle im Smartphone-Markt erfüllten sich aber nicht. Nadella strich den Geschäftsbereich zusammen, tausende Jobs fielen weg. Im vergangenen Quartal fielen im Zusammenhang mit den Aufräumarbeiten immer noch Belastungen von 1,1 Milliarden Dollar an.

Die Erlöse im Geschäft mit Suchmaschinenanzeigen seien um 16 Prozent gestiegen, unter anderem dank der Nutzung des neuen Betriebssystems Windows 10, hieß es.

( Agenturen ) Erstellt am 20.07.2016