© REUTERS

B2B
07/20/2013

Microsoft verliert 34 Mrd. Dollar an Marktwert

Nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen, die eine Abschreibung von 900 Millionen US-Dollar allein für unverkaufte Surface RT Tablets vorsah, ist der Aktienkurs an der Börse eingebrochen. 11,4 Prozent minus oder 34 Mrd. Dollar an Marktwerkt lautet die Bilanz.

Mit dem dicken Minus, das stellenweise sogar auf über 12 Prozent kletterte und damit sogar den Technologie-Börsencrash im Jahr 2000 übertrumpft hatte, präsentierten die Anleger Microsoft die Rechnung für schwache Tablet-Verkaufszahlen und das schwächelnde Windows-Geschäft. Trotz anhaltender Verkaufsflaute bei PCs und Notebooks hatte die Wall Street das Ergebnis offenbar nicht erwartet.

Herausforderung
Damit bleibt die Situation für Microsoft angespannt. Zwar ist die Präsentation des Windows-8-Updates wohlwollend zur Kenntnis genommen worden. Ob

die PC- und Notebook-Verkäufe antreiben wird, ist aber weiterhin fraglich. Im Ausweichgeschäft - den Tablets - wo Konkurrenten wie Samsung und Apple punkten, hat Microsoft bislang keine erfolgreiche Strategie parat. Eine Preissenkung der Windows-RT-Geräte soll nun die Nachfrage ankurbeln.

Während Office 365 beim Umsatz von knapp einer Milliarde auf 1,5 Mrd. Dollar in einem Quartal zulegen konnte, gibt auch das Mobilgeschäft nur bedingt Anlass zur Freude. Zwar berichtete Microsoft hier von steigenden Umsätzen, der Großteil dürfte aber nicht auf die eigene Windows Phone Sparte zurückzuführen sein, sondern auf Erträge aus Patentverträgen mit Android. Nach der misslungenen Präsentation der Xbox One muss Microsoft nun auf ein starkes Weihnachtsgeschäft hoffen.

Mehr zum Thema

  • Windows 8.1 ausprobiert: Gelungene Täuschung
  • Surface RT macht Microsoft zu schaffen
  • Nokia kommt nicht auf die Beine
  • PC-Markt bricht ein: Europa mit größtem Minus
  • Microsoft senkt Preise für Surface RT