B2B
11.08.2013

Milliarden-Spritze für Moskauer Silicon Valley

Das bei Moskau gelegene Skolkovo-Projekt soll bis 2020 mit 15 Milliarden Euro unterstützt werden und sich als Start-up- und Hightech-Zentrum Russlands etablieren. Steuerbegünstigungen und andere Anreize soll dies beschleunigen.

Die Idee, nahe bei Moskau einen Tech-Hub zu bauen, existiert schon seit einigen Jahren. Unter dem ehemaligen Präsidenten und jetzigen Premier Dimitri Medwedew nahm das Projekt dann 2010 Formen an. Er trieb das Skolkovo-Projekt an, ein vier Quadratkilometer großes Areal in der Nähe von Moskau, um in Russland ein weiteres Wirtschaftsstandbein aufzubauen. Nachdem es Anfang des Jahres in einen Finanzskandal verwickelt war, war es still geworden. Bis auf ein Hochhaus gibt es auf dem Areal nicht viel zu sehen.

Gelder fließen
Wie Techcrunch und die Moscow Times nun berichten, kommt nun neuer Schwung in das russische Silicon Valley. Die Regierung hat im Laufe der nächsten sieben Jahre eine Förderung von 3 Milliarden Euro zugesagt. Aus dem privaten Sektor sollen bis 2020 rund 11 Milliarden Euro dazukommen.

Anreize
Etliche Firmen haben bereits vor, ihre Forschungseinrichtungen nach Skolkovo zu verlegen. Anreize sollen diverse Vergünstigungen schaffen. So gibt es Steuervorteile, Ausländer bekommen einfacher Arbeitsvisa und Start-ups etwa Hilfe in bei rechtlichen Fragen.

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