Karriere-Netzwerk Xing legt mit Personaldiensten zu

© Bob Strong/reuters

B2B
02/25/2014

Mitarbeitersuche in einer digitalisierten Umwelt

Was früher eine schöne Bewerbungsmappe war, ist heute die makellose Online-Präsenz. Am E-Day:14 dreht sich ein gesamter Themenblock um die Mitarbeitersuche 2.0.

Als Bewerbungsmappen noch am Postweg in die Personalbüros der Unternehmen gelangten, waren die Formalitäten eindeutig: Deckblatt, Bewerbungsschreiben mit Name, Anschrift, Betreff, Einleitung, Hauptteil und am Ende ein stocksteifes “Hochachtungsvoll”. Die Gestaltung des Lebenslaufs hatte ebenso relativ exakte Vorgaben.

Mit der Verlagerung vom Postweg hin zur E-Mail waren die Bewerbungsformalitäten plötzlich nicht mehr so unmissverständlich. Was wird in die E-Mail geschrieben? Beschwerbungsschreiben und CV als PDF anhängen? Soll es ein gesammeltes PDF werden oder für jedes Dokument ein eigenes? Werden auch Zeugnisse angehängt? Und wie wird der Arbeitgeber auf die schlechte Qualität des Scanners reagieren?

Social Recruiting

Durch die Vielzahl der sozialen Netzwerke und deren Möglichkeiten sind Bewerbungsprozesse erneut einem Wandel unterzogen, wie Charlotte Eblinger von der Personal- und Managementberatung Eblinger & Partner erklärt: “Die aktuellen Veränderungen sind in etwa vergleichbar mit den Anfängen der E-Mail-Bewerbung. Es ist vielen unklar, was heutzutage gut ankommt und was nicht.”

So sollen beispielsweise Bewerber darauf achten, dass der Ausschau haltende Arbeitgeber vielleicht nicht gerade am neuesten Stand der Technik ist. “Wer einen Link einfügt und schreibt ‘Hier können Sie meinen CV downloaden’ muss damit rechnen, dass das Gegenüber an dieser technischen Hürde eventuell scheitern könnte. Für einen Bewerbungsprozess nicht gerade ideal”, so Eblinger, die am E-Day:14 einen Vortrag zu dem Thema halten wird.

Keine allgemein gültigen Regeln

Mit den soziale Netzwerken – vor allem auch Business Netzwerken wie XING und LinkedIn – wurde das Kontaktieren von potenziellen Arbeitgebern deutlich niederschwelliger, was sich auch auf die Umgangsformen ausgewirkt hat. “Der Ton wird immer ‘unhöflicher’ und lockerer und auch auf Groß- und Kleinschreibung wird nicht mehr viel Wert gelegt”, stellt Charlotte Eblinger fest, “Die Regeln, was sich gehört und was nicht, verschwimmen immer mehr. Niemand weiß mehr, welche Regeln noch gültig sind. Dadurch herrscht auch große Verunsicherung, denn durch die vielen neuen Möglichkeiten hat sich das Potenzial für Fettnäpfchen stark vergrößert.”

Mitarbeiter 2.0

Auf dem E-Day:14, der am 6. März von der Wirtschaftskammer Österreich veranstaltet wird, steht ein Themenblock ganz im Zeichen der ‘richtigen’ Mitarbeitersuche. Dabei soll der Fokus auf KMUs gelegt werden, denn diese Unternehmen sind meist zu klein für eigene Personalabteilungen, sodass die Mitarbeitersuche keine alltägliche Angelegenheit darstellt.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit dem E-Day:14 der WKÖ.