B2B
04/16/2012

Moody's stuft Nokia auf Ramsch-Grenze herab

Nokia ist nur mehr eine Stufe vom sogenannten Ramschniveau entfernt. Der Handyhersteller betont trotz hoher Verluste aber seine hohen Bargeldreserven.

Der kriselnde Handy-Weltmarktführer Nokia verliert weiter Vertrauen an den Finanzmärkten. Die Ratingagentur Moody`s senkte am Montag die Bonitätsbewertung um einen Schritt und ist auch für die Zukunft skeptisch. Mit einem Rating von „Baa3" statt zuvor „Baa2" sind Nokia-Anleihen aus Sicht von Moody`s nur noch eine Stufe vom sogenannten Ramschniveau entfernt, ab dem ein Investment grundsätzlich nicht mehr empfohlen wird. Als Folge der Abstufung müssen sich die Finnen auf höhere Kreditkosten einstellen.

Nokia steckt in roten Zahlen fest
Nokia hatte vergangene Woche überraschend angekündigt, dass die eigenen Gewinnziele im ersten Quartal verfehlt wurden. Aus den vorläufigen Zahlen wurde auch deutlich, dass das Kerngeschäft mit Mobiltelefonen in den roten Zahlen feststeckt und die neuen Lumia-Smartphones die Absatzeinbrüche bei Nokias bisheriger Symbian-Plattform bisher nicht ausgleichen können. Die Aktie verlor danach rund ein Fünftel ihres Werts.

Quartalszahlen werden präsentiert
Der Konzern betonte nach der Ankündigung von Moody`s, Nokia habe Bargeldreserven von 4,9 Mrd. Euro in der Kasse. „Nokia ergreift schnelle Maßnahmen", erklärte Finanzchef Timo Ihamuotila. Das Unternehmen werde weiterhin Kostensenkungen in Angriff nehmen und auf seine Geldbestände achten. Die ausführlichen Quartalszahlen will Nokia an diesem Donnerstag präsentieren.

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