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Rechtsstreit

Motorola wegen Android-Patenten angeklagt

Der US-Konzern Intellectual Ventures, der zu den fünf größten US-Patenthaltern zählt, hat Motorola aufgrund von sechs Patenten verklagt, die das Unternehmen mit seinen Android-Smartphones verletzt haben soll. Die Klage wurde eingereicht, nachdem die Verhandlungen über einen Lizenzierungsvertrag gescheitert sind, wie die BBC berichtet.

Intellectual Ventures wurde vom ehemaligen hochrangigen Microsoft-Mitarbeiter Nathan Myhrvold gegründet und verfügt über rund 35.000 Patente, die im Laufe der Zeit aufgekauft wurden. Der Konzern verdient an Lizenzgebühren, sobald andere Konzerne diese Technologien nutzen wollen. Zu den Finanziers von Intellectual Ventures zählt auch Google. Der Suchmaschinenhersteller war Ende 2012 unter zwölf Firmen, die an einem Investment-Fond des Unternehmens beteiligt waren.

Die jüngsten Ereignisse zeigen, wie schwer es für Google ist, seine Partner vor Patentklagen zu schützen – selbst wenn es um Technologien geht, die ursprünglich von Google kommen. Der Patentexperte Florian Müller meinte, dass sich Google „ein Eigentor geschossen hat“, indem es Intellectual Ventures finanziell unterstützt hat. Besonders im Hinblick darauf, dass Google den Elektronikkonzern demnächst übernehmen will. Weder Google noch Motorola wollten eine Stellungnahme zu der Klage abgeben.

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